
„Ohne den Krieg wäre ich ein Intellektueller mit vorrangig literarischen Interessen geblieben. Ich hätte zwar über die Probleme des politischen Systems diskutiert, ein tieferes Interesse jedoch hätte ich allein für die Geschichte des einzelnen Menschen entwickelt, und die Begegnung mit einer jungen Frau oder eine plötzliche Eingebung hätten mir mehr bedeutet als jede Partei oder Doktrin. (…) Meine Neigung zu Individualismus, Indifferenz und Kritikfreudigkeit war zu ausgeprägt, um all das einem kollektiven Glauben zu opfern. Erst der Krieg hat diese Situation geklärt, indem er gewisse Hindernisse beseitigte, das Terrain von vielen bequemen Rückzugsmöglichkeiten befreite und mich auf brutale Weise mit einer unversöhnlichen Welt konfrontierte.“
(Jaime Pintor, im 2. Weltkrieg gefallener Partisan; Abschiedsbrief an seinen Bruder)
Denn wir haben nicht mit Gegnern aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächten, mit Gewalten, mit den Herrschern dieser Welt der Finsternis, mit den bösen Geisterwesen in der Himmelswelt."
(Epheser 6,12)
Krieg
ein (mit Waffengewalt) ausgetragener Konflikt (Großkonflikt) zwischen mehreren Staaten, einzelnen Gruppen oder Individuen. (Quelle: wikipedia)
Einige grundlegende Gedanken
Angesichts eines Krieges muß man sich mit folgenden Punkten auseinandersetzen:
1. Wer ist der Feind
2. Warum ist der Feind Feind, und was sind der Grund und das Ziel des Krieges (Rechtfertigung des Krieges)
3. Welches sind die Waffen der beiden involvierten Parteien
4. Welche Anforderungen stellt der Krieg und welche Opfer impliziert er (Kosten überschlagen)
5. Wie steht es um die Beziehung zwischen Herrscher und Volk
6. Welches sind die Schwierigkeiten, Fronten und Strecken des Kampffeldes (Topographie des Krieges)
7. Worin gründet sich die Autorität des Generals/Heerführers/Herrschers? Was ist sein Wert?
8. Welche Position, welche Entscheidungsfreiheit und welche Rolle habe ich in diesem Krieg
Der Großkonflikt laut der Bibel
Die Bibel schildert das Leben eines Christen einerseits als eine Pilgerreise, andererseits auch als einen Kampf, und zwar im Kontext eines universellen Krieges. In diesem Sinne verdeutlicht sie unter anderem den individuellen, persönlichen Aspekt des Christseins auf der einen Seite, und auf der anderen die soziale Verantwortung, die über den persönlichen Bereich hinausgeht.
Der Apostel Paulus spricht vom "guten Kampf des Glaubens" und davon, "Soldat Christi" zu sein. Das bedeutet, es gibt einen Krieg. Angesichts dessen wollen wir die oben genannten Punkte nun im biblischen Licht betrachten.
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